
Aktuelles
Norbert Walter-Borjans, hat uns erlaubt seinen Leserbrief an den KSTA - Kölner-Stadtanzeiger an dieser Stelle zu veröffentlichen:
Norbert Walter-Borjans - Leserbrief zum Artikel
„Eklat um ‚Arsch huh‘-Kundgebung“ und zum Kommentar „ein Haufen Scherben“ des kommissarischen KStA-Chefredakteurs im Stadt-Anzeiger vom 1.12.2023
Kein „Ja, aber“ für niemand!
Der bestialische Überfall der Hamas vom 7. Oktober 2023 ist durch nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigen. Er ist ohne Wenn und Aber zu verurteilen. Dazu gehört es, jede Form von Judenhass überall, erst recht hier im Land entschlossen zu bekämpfen!
Schließt diese uneingeschränkte Haltung jedwede Empathie gegenüber 1,7 Millionen Bewohnern des Gaza-Streifens, die auf der Flucht sind – darunter Kinder, Greise, Kranke – aus? Nein! Es darf auch kein „Ja, aber“ geben, wenn es darum geht, die Zivilbevölkerung in einer kriegerischen Auseinandersetzung zu schützen – auch dann nicht, wenn sie von den Tätern als menschlicher Schutzschild missbraucht wird. Das Recht auf Selbstverteidigung und die Beachtung des Völkerrechts sind nicht durch ein „Ja, aber“ verbunden, sondern durch ein unverbrüchliches „Und“.
Dass Menschen, die daran erinnern, hierzulande mit den grausamen Mördern von Be’eri, Kfar Aza oder der jungen Menschen auf dem Gelände des Musikfestivals in eine Reihe gestellt werden, ist unerträglich. Jetzt trifft es auch die Kölner Initiative „Arsch huh“, die seit dreißig Jahren ein
Aushängeschild für Toleranz und friedliches Zusammenleben in unserer Stadt ist. Ihr, wie im Kommentar des kommissarischen Chefredakteurs geschehen, zu attestieren, sie hätte sich als moralische Instanz gegen rechts disqualifiziert, ist ein Affront gegen alle, die Sicherheit für Israel und den menschlichen Umgang mit unschuldigen Zivilisten auf allen Seiten wollen.
Die Massivität, mit der jede und jeder attackiert wird, der sich auch um die geschundenen Menschen eines Landstreifens sorgt, die vertrieben wurden und deren Hab und Gut in Trümmer bombardiert wird, ohne eine Perspektive für das danach zu haben, verstört nicht nur mich. Wer argumentiert wie etwa Volker Beck, wer Menschen zur Absage an die Veranstalter einer Demonstration für den Schutz des Lebens aller unschuldigen Menschen in dieser Region nötigt, wer jeden Aufruf an die Regierung Netanjahu, das Völkerrecht zu beachten, in die Nähe von Antisemitismus rückt, leistet Leuten Vorschub, mit denen ich – und nicht nur ich – nichts zu tun haben will.
Es gibt keine Entschuldigung für das unsägliche Leid, das palästinensische Terroristen angerichtet haben. Es gibt auch keinen Grund, die Augen vor dem Leid von Millionen auf der Flucht zu verschließen. Es gibt allerdings Grund, für das Ende eines anscheinend nicht enden wollenden
Kreislaufs von Tod und Zerstörung auf die Straße zu gehen.
Köln, 1. Dezember 2023
Norbert Walter-Borjans
Staatsminister a.D.
Give Peace a Chance!
Menschlichkeit und Frieden statt Terror und Krieg
Wir laden ein zu einer Friedenskundgebung mit Musik und Wortbeiträgen.
Wir wünschen uns eine Veranstaltung ohne Fahnen und Parolen!
Bringt gerne Kerzen, Lichterketten oder Laternen mit.
Am Sonntag, dem 3. Dezember 2023
von 15 bis 17 Uhr am Aachener Weiher
Es wirken mit:
Arsch Huh Band, Gerhart Baum, Jürgen Becker, Brings, Erdmöbel, Charly Klauser, Aiman A. Mazyek, Miljö, Swetlana Nowoshenova, Wilfried Schmickler, Norbert Walter-Borjans, u.a.
Moderation: Marie Knäpper
Arsch huh gegen Antisemitismus
Der Judenhass nimmt in Deutschland Dimensionen an, die noch vor wenigen Monaten völlig undenkbar waren.
Der Song "Kristallnaach" der Gruppe BAP von 1982 wird in erschreckender Weise erneut
Realität.
Juden in Deutschland leben wieder in Angst und werden täglich Opfer von Antisemitismus, Rassismus und sogar tätlichen Übergriffen.
Das ist unerträglich und dürfen wir als demokratische Zivilgesellschaft unter keinen
Umständen zulassen.
Der Satz "Nie wieder!" gilt jetzt erst recht.
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Arsch huh fürs Klima!
Bilder der Veranstaltung von Arsch Huh in Kooperation mit Fridays for Future
vom 27.08.2023 im Rahmen des GamesCom City Festivals auf dem Hohenzollernring in Köln
Kölner Jugend gegen Rechts
Am Freitag, den 19. Mai, werden im Römerpark nahe dem Haupteingang der Technischen Hochschule Tice, Liser, Conny und MC Rene im Rahmen einer Kundgebung Konzerte spielen.
Die vier Rapper*Innen stehen für eine kulturell vielfältige, offene, antirassistische und antinationalistische Gesellschaft. Die Kundgebung findet im Rahmen der Aktionswoche „Verbrannt & Verbannt“ statt.
Das Hauptprogramm beginnt um 18 Uhr.
Der Ort der Kundgebung ist bewusst gewählt.
Am 17. Mai 1933 fand in der Südstadt vor der ehemaligen „alten Universität“, dem heutigen Gebäude der Technischen Hochschule Köln, die Kölner Bücherverbrennung statt. Kurze Zeit vor der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten war diese von der „Deutschen Studentenschaft“ organisierte Aktion ein weit sichtbares Signal für das Abgleiten in eine totalitäre Gesellschaft.
Fast genau 90 Jahre später soll mit der Veranstaltung an dieses traurige Kapitel erinnert werden. Mit dem Blick auf die Gegenwart und Zukunft.
Während der Konzerte wird der Ort der Bücherverbrennung durch Beleuchtung hervorgehoben.
Die Veranstaltung wird unter anderem begleitet und unterstützt vom Kölner Jugendring, der mit Info- und Aktionsständen vor Ort ist.
Träger der Aktionswoche ist der Verein EL-DE Haus e.V., der sich als überparteiliches Forum für alle versteht, die sich kritisch mit dem Nationalsozialismus und seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinandersetzen.
Moderiert wird die Veranstaltung vom Kölner Journalisten Keno Mescher, auf der Bühne werden Angelika Link-Wilden vom EL-DE-Haus und Julia Körfgen vom Kölner Jugendring sprechen.


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Arsch huh-Veranstaltung, 10.11.2022 in der LANXESS-Arena
Das 30jährige Jubiläum beging die AG Arsch huh, Deutschlands langlebigste Musiker- und Künstlerinitiative gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit nicht nur mit der Veröffentlichung des Tonträgers „30 Jahre Arsch huh – Wachsam bleiben!“, sondern auch mit einer Großveranstaltung am 10.11. in der Kölner LANXESS arena.

Aktion für Obdachlose
Eine Arche für Obdachlose in Köln-Mülheim – Song, Video zur Spendenaktion zur Errichtung einer Obdachlosenstation. Gemeinsam mit dem Verein Arche für Obdachlose.





