Montag, Mai 17, 2021
Arsch huh, Zäng ussenander!

Am 19. Februar 2020, wurden in Hanau Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov aus menschenfeindlichen rassistischen Motiven ermordet.

Ein Jahr ist vergangen. Noch immer suchen die Angehörigen der Ermordeten nach Antworten auf viele offene Fragen, steht das Verhalten der Behörden vor und während der Taten in der Kritik, fordern die Betroffenen eine lückenlose Aufklärung.

Köln stellt sich quer fordert schnelle und transparente Informationen, damit die Opfer und ihre Angehörigen nicht allein gelassen und erneut zum Opfer gemacht werden.

Die Mordnacht von Hanau war rassistisch motivierter Terrorismus, wie die NSU Morde, der Mord an Walter Lübke, der Anschlag und die Morde in Halle. Immer gab es einen rechten politisch motivierten, einen rassistischen, antiislamischen, fremdenfeindlichen oder antisemitischen Hintergrund.

Der Zusammenhang zwischen den Brandstiftern der AFD und rechter Gewalt ist offenkundig.
Faschisten und Rechtsextreme agieren unter uns. Hetze, Hass, Diffamierungen bis hin zu rechter Gewalt vergiften das Klima auf der Straße, in Parlamenten und Räten – auch ein Jahr nach Hanau !

Zu viele Menschenleben kosteten die Attentate mit rechtsnationalen, fremdenfeindlichen, rassistischen und demokratiefeindlichen Motiven, zu viele Menschen müssen mit gezielter Hetze und Gewaltandrohungen leben.

Die nationalistischen und rassistischen Netzwerke und ihre politischen Vertreter instrumentalisieren hemmungslos die Corona Pandemie, um Migranten und Flüchtlinge als Überträger des Virus zu brandmarken und mit ihren Verschwörungstheorien demokratische Institutionen, Politiker*innen

und Journalist*innen anzugreifen:

„Köln stellt sich quer“ stellt sich dem entschieden entgegen :

Auch und gerade in Zeiten von Corona ist es notwendig, eindeutig in Solidarität mit allen, die wegen ihrer Hautfarbe und ihrer Herkunft dem alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft ausgesetzt sind, Haltung zu zeigen:

Die Zivilgesellschaft ist gefordert, aufmerksam, aktiv und engagiert zu sein für Gleichheit und Gerechtigkeit und Respekt

gegen Rassismus, Antisemitismus , Antiziganismus und die vielfältigen Diskriminierungen im Alltag , die solch gezielte Morde vorbereiten und ermöglichen.

Mit dem Eintreten für den Erhalt einer demokratischen, lebendigen und pluralistischen Gesellschaft können wir allen Opfern rechtsradikaler und nationalistischer Mörder ein Andenken bewahren und ihren Angehörigen unsere Solidarität zeigen

auf der Straße, im Beruf, in den Stadträten, in den Landes- und Bundesparlamenten, in den Schulen, überall in unserem Alltag.

“Die Würde des Menschen ist unantastbar” Grundgesetz Art.1 (1)

Köln stellt sich quer gegen Mord, Verharmlosung und Vergessen.

Sprecher*innenkreis „Köln stellt sich quer“

Pressekontakt : Brigitta von Bülow 017622159725

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