Arsch huh, Zäng ussenander!

Trauerkundgebung am Appellhofplatz: „Wir sind Charlie – Für Freiheit und Vielfalt!“ Am 14.1.2015, ab 18 Uhr

In Abänderung unserer gestrigen Pressemitteilung und unseres Aufrufes ergibt sich nach dem Gespräch mit der Polizei für Mittwoch folgendes:

Das Bündnis Köln stellt sich quer führt am 14. Januar, von 18 Uhr bis 19.30 Uhr, eine Trauerkundgebung am Appellhofplatz, am EL-DE-Haus durch.

Außer der Rede von Dr. Navid Kermani gibt es einen musikalischen Beitrag von Hans Lüdemann (Piano).

„Köln stellt sich quer“ setzt ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung
Wir sind Charlie – Für Freiheit und Vielfalt!

„Das ist nicht nur ein Anschlag auf eine Zeitschrift und auch nicht nur auf die Kunst. Das ist ein Anschlag auf ein Europa, das den Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung Würde, Freiheit und gleiche Rechte zuspricht – auch und zumal den Muslimen. Tun wir, was den Tätern am meisten missfällt und den Opfern am meisten entspricht: Bleiben wir frei.“
Navid Kermani, 7. Januar 2015

Unter dem Titel „Wir sind Charlie – Für Freiheit und Vielfalt“ ruft das Bündnis „Köln stellt sich quer“ für Mittwoch, 14. Januar 2015, auf zu einer Trauerkundgebung vor dem EL-DE-Haus am Appellhofplatz

Entschieden verurteilen wir die Instrumentalisierung der Verbrechen in Paris durch rechte und neonazistische Gruppierungen, denen es nicht um Trauer mit den Opfern geht, sondern um Hass gegen Minderheiten und um die Spaltung der Gesellschaft.

Als einziger Redner spricht Dr. Navid Kermani, geb. 1967, lebt als Schriftsteller in Köln. Für sein literarisches Werk erhielt er bedeutende Auszeichnungen, so den Hannah Arendt-Preis, den Kleist-Preis oder den Joseph-Breitbach-Preis. Seine Rede im Deutschen Bundestag am 23. Mai 2014 anlässlich des 65. Jahrestages des Grundgesetzes (https://www.youtube.com/watch?v=hj_7dZO3pSs fand breite Beachtung und wurde von der Universität Tübingen soeben zur „Rede des Jahres“ gewählt.

„Köln stellt sich quer“ ruft Kölnerinnen und Kölner auf, sich an der Trauerkundgebung zu beteiligen mit Schildern u.a.m. Schön wären Kleintransparente mit „Wir sind Charlie – Für Frieden und Vielfalt“.

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Hier der Text der ursprünglichen Pressemeldung:

Wir sind Charlie – Für Freiheit und Vielfalt!

„Das ist nicht nur ein Anschlag auf eine Zeitschrift und auch nicht nur auf die Kunst. Das ist ein Anschlag auf ein Europa, das den Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung Würde, Freiheit und gleiche Rechte zuspricht – auch und zumal den Muslimen. Tun wir, was den Tätern am meisten missfällt und den Opfern am meisten entspricht: Bleiben wir frei.“
Navid Kermani, 7. Januar 2015

Wir trauern um die Opfer der Terror-Anschläge in Paris auf „Charlie Hebdo“ mit 13 Mordopfern, um die ermordeten Opfer der Geiselnahme im jüdischen Supermarkt, um die beiden ermordeten Polizisten. Wir treten ein für unser Grundgesetz, für die Würde des Menschen, für Presse- und Medienfreiheit, für freie Meinungsäußerung, für freie Kunst, für Religionsfreiheit – für Freiheit und Vielfalt.

Entschieden verurteilen wir die schändliche Instrumentalisierung durch die rechtspopulistische und rechtsextrem gesteuerte ,Kögida‘, der es nur um die Spaltung unserer Gesellschaft geht. Am 14. Januar wollen sie in der Kölner Innenstadt Hass und Zwietracht säen. Auch darum setzt „Köln stellt sich quer“ ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung.

Mahnwache und Trauergang durch die Innenstadt mit abschließender Kundgebung mit musikalischer Umrahmung und Kulturbeiträgen. Es spricht Dr. Navid Kermani in Köln lebender Schriftsteller.

„Köln stellt sich quer“ ruft auf, sich an der Mahnwache, dem Trauergang und der Abschlusskundgebung zu beteiligen mit Schildern u.a.m. Schön wären Kleintransparente mit „Wir sind Charlie – Für Frieden und Vielfalt“.

Mittwoch, 14. Januar 2015, 18.00 Uhr. Treffpunkt: Domplatte / Domvorplatz (ACHTUNG, ÄNDERUNG: Die Kundgebung findet nun auf dem Apellhofplatz statt. Details s.o.)

Im Kölner Bündnis wirken regelmäßig mit: DGB Köln-Bonn, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, christliche, jüdische und muslimische Religionsgemeinschaften, AG Arsch huh, VVN-BdA, ver.di, IG Metall, Verein EL-DE-Haus u.v.a.

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