Arsch huh, Zäng ussenander!
Birlikte 2015 Zusammenstehen Zusammenleben

„Anlässlich des 10. Jahrestages des rechts-terroristischen NSU-Nagelbombenanschlages in der Mülheimer Keupstraße hat sich Pfingsten 2014 ein breites Aktionsbündnis zusammengefunden und unter dem Motto „BİRLİKTE – Zusammenstehen“ ein gemeinsames Veranstaltungswochenende organisiert und damit ein bundesweit wahrgenommenes Zeichen gegen rechte Gewalt und für eine offene und vielfältige Stadtgesellschaft gesetzt. Die offene Stadtgesellschaft ist aber auch in Köln weiterhin gefährdet. Bewegungen die durch Diffamierung oder Ausgrenzung einen Keil in die Gesellschaft zu treiben versuchen und Aktion und Terror von rechtsaußen sowie von der Seite extremistischer Islamisten zeigen, dass es weiterhin notwendig ist, klar für die Organisation eines gemeinschaftlichen, respektvollen und freien Zusammenlebens einzustehen. Das ist Aufgabe und Arbeit für jeden Tag, jede Woche und jeden Monat. Aber eine solche tägliche Kärrnerarbeit braucht Höhepunkte und Signale, die andere hören, braucht Glanzlichter, die andere mitnehmen, braucht Zeichen, die gehört und verstanden werden. Einen solchen Höhepunkt, ein solches Signal, ein solches Glanzlicht und ein solches Zeichen werden wir mit BİRLİKTE 2015 wieder setzen.“
Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln

„Mit „BİRLİKTE – Zusammenstehen – Zusammenleben“ 2015 werden wir wieder deutlich und weit über den Stadtbezirk Mülheim deutlich machen, wie wir uns eine offene, tolerante und respektvolle Stadtgesellschaft voller Vielfalt wünschen und wie wir dafür arbeiten und kämpfen. Wir laden die Menschen nach Mülheim ein, um sich zu informieren, sich zu unterhalten, sich auszutauschen, sich zu begegnen und – wir sind schließlich in Köln – auch miteinander zu feiern.“
Norbert Fuchs, Bezirksbürgermeister Köln-Mülheim

„Ein Ausdruck für Gemeinsamkeiten ist das Feiern. Aber wirkliches Zusammenleben das erfordert auch Arbeit, Geduld, Aufmerksamkeit, Respekt. Immer wieder. Und immer wieder neu. Damit die große Idee von BİRLİKTE Wirklichkeit wird und Bestand hat, darf es kein einmaliges Ereignis bleiben.“
Meral Sahin, Vorsitzende der IG Keupstraße

„Nachdem wir 2014 mit unbeschreiblicher Kraft und Überzeugung binnen weniger Monate BİRLİKTE – ZUSAMMENSTEHEN auf die Beine gestellt haben, waren wir von dem Ergebnis völlig überwältigt. Ein breites Bündnis aus Kultur, Gesellschaft und Medien hat es geschafft, für ein einzigartiges Programm über 500 Künstler zu mobilisieren. Und über 100.000 Kölnerinnen und Kölner haben BİRLİKTE 2014 besucht und damit ein deutliches Zeichen gegen Rechts und für ein solidarisches Miteinander gesetzt. Auch 2015 haben wir es geschafft, diese enorme Energie erneut freizusetzen. Darüber bin ich sehr froh und das Programm kann sich sehen lassen! Mein großer Dank gilt allen Bündnispartnern, Unterstützern und vor allem den Künstlern, die am 14. Juni erneut für eine tolerante und vielfältige Gesellschaft eintreten werden. In diesem Jahr heißt es BİRLİKTE – ZUSAMMENSTEHEN – ZUSAMMENLEBEN. Lassen Sie uns beweisen, dass unser Bekenntnis aus dem letzten Jahr kein leeres Versprechen war und dass wir wirklich aktiv und friedlich zusammenleben, egal wer wir sind.“
Stefan Bachmann, Intendant Schauspiel Köln

„BİRLİKTE – Ein „Wir-Gefühl“, das mehr ist als Solidarität. Solidarität ist für viele Initiativen, die sich wie die AG Arsch huh, Zäng Ussenander seit Jahrzehnten gegen Menschenfeindlichkeit und für eine soziale Stadtgesellschaft engagieren notwenig und selbstverständlich, vor allem nach den verheerenden Bombenattentat in der Kölner Keupstraße und der Mordserie an zumeist türkischstämmigen Mitbürgern und der beschämenden Geschichte staatlicher Ermittlungen. Doch hinter der Idee von BİRLİKTE steckte von Anfang an mehr als nur Solidarität oder die Beschwörung von Toleranz: Im Vordergrund stand und steht „das Gemeinsame“, unser Leben in unserer Stadt mit Bewohnern aus über 180 Nationen. Hier gibt es seit Langem gewachsene Verbindungen über alle ethnischen und kulturellen Besonderheiten hinweg. Als Kollegen, Nachbarn, Bekanntschaften, Freundschaften, Liebesbeziehungen oder gar Partnerschaften und Familien. Die Idee von BİRLİKTE baut auf dieses „Wir-Gefühl“ und lädt alle Menschen in unserer Stadt ein, die Keupstraße, die sich nun zum zweiten Mal wie keine andere Kölner Straße öffnet, kennenzulernen. Eine Idee, die sich auf viele andere Straßen übertragen lässt – nicht nur in Köln. Für uns Künstler der AG Arsch huh eine faszinierende Idee, von der wir hoffen, dass sie dazu beiträgt, den Zusammenhalt zu stärken.“
AG Arsch huh, Zäng ussenander!

„Dort wo interkulturelles Leben gelingt, profitieren alle davon. Deshalb arbeiten wir in Mülheim seit langem daran und lassen uns auch von einem Bombenanschlag nicht von diesem beschrittenen Weg zum Miteinander abbringen. Die Begegnung über die Kulturen hinweg ist und bleibt für uns Normalität.“
Prof. Dr. Karl Lauterbach, Mitglied des Bundestages

„BİRLİKTE heißt zusammenstehen. Nicht nur 2015, sondern immer und gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Angesichts von Pegida, AfD und Anschlägen auf Flüchtlingsheimen hochaktuell.“
Volker Beck, Mitglied des Bundestages

„BİRLİKTE gehört seit dem großen Kultur- und Nachbarschaftsfest am 9. Juni 2014 in der Keupstraße zum Kölner Wortschatz und ist zu einem Markenzeichen unserer Stadt geworden. Daraus ergibt sich unsere gemeinsame Verpflichtung: Zusammenstehen gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Rassismus und Eintreten für das friedliche und respektvolle Zusammenleben aller Menschen – gleich welcher Herkunft, Religion und Hautfarbe, also für ein solidarisches, tolerantes und soziales Köln.“
Jochen Ott, Mitglied des Landtages

„Wer Köln als seinen Lebensmittelpunkt gewählt hat, gehört zu unserer Stadt. Die Globalisierung lässt unsere Welt immer kleiner werden – es gibt kein „ihr“ und „wir“ mehr. Deshalb müssen wir alle umso enger zusammenstehen – BİRLİKTE.“
Henriette Reker, Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln

„Wir haben viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, diese Gemeinsamkeiten müssen wir in den Vordergrund stellen und unsere Unterschiede als unsere gemeinsame Stärke erkennen. Dazu wollen wir BİRLİKTE 2015 nutzen.“
Tayfun Keltek, Vorsitzender Integrationsrat Köln

„Auch wenn sich Köln erfolgreich und eindrucksvoll gegen die KÖGIDA quergestellt hat, müssen wir weiterhin wachsam und aktiv bleiben im Kampf gegen Rassismus, Menschenverachtung und eine Spaltung der Gesellschaft – für ein friedliches Miteinander, für Freiheit und Vielfalt ! BİRLİKTE ist dafür ein gutes Beispiel!“
Brigitta von Bülow, Initiative Köln stellt sich quer

„BİRLİKTE 2014 war ein Anfang. Aber die Wunden des NSU-Terrors sind immer noch offen. Sie werden sich nur schließen lassen, wenn allen klar wird, dass wir GEMEINSAM in dieser Stadt leben. Wir dürfen nicht aufhören miteinander zu reden. Dafür braucht es BİRLİKTE 2015.“
Özcan Yildirim, Friseur auf der Keupstraße

„BİRLİKTE muss es auch 2015 geben, weil man nicht vergessen darf – um in die Zukunft zu schauen. Leider ist der NSU Terror auch ein Teil der Geschichte dieser Stadt und das Gedenken an die Opfer darf nicht aufhören. Denn so kann ein Zusammenleben erst möglich werden.“
Kutlu Yurtseven, Kölner Musiker

„Köln und seine Geschichte ist geprägt von verschiedensten Kulturen und Sprachen. BİRLİKTE zeigt das Herz und die Seele unserer Stadt. So wie im Reggae gilt auch hier: One World – one Vibe!“
Benski und Backra, Kölner Musiker

„Die Idee hinter BİRLİKTE ist das „Zusammenstehen“, das „Gemeinsam“. Und nur so kann Integration funktionieren, kann die Vielfalt der Menschen und Geschichten zusammenwachsen.
Wir durften im letzten Jahr schon dabei sein und die Atmosphäre und die Energie, die beim Fest in der Keupstraße zu spüren war, spiegelt genau das wider, wofür wir uns auch im kleinen bei Arsch huh einsetzen möchten.“
Basti Campmann, Musiker bei Kasalla

„Ich bin überzeugt, dass Gemeinsamkeiten die Basis für ein friedliches Zusammenleben in unserer multikulturellen Gesellschaft sind. An den Gemeinsamkeiten können wir anknüpfen, um eine neue, gemeinsame Kultur zu gestalten. Wenn sich jeder daran beteiligt, wird ein neues, starkes Zugehörigkeitsgefühl entstehen. Daran glaube ich und dafür setzte ich mich ein.“
Alparslan Babaoglu-Marx, Kabarettist „Der Integrator“

„BİRLİKTE steht modellhaft dafür, wie durch zivilgesellschaftliches Engagement ein schreckliches Ereignis und fatale Versäumnisse zum Anlass genommen werden können, um selbstkritisch über die Vergangenheit zu sprechen und solidarisch in die Zukunft zu blicken.“
Aladin El Mafaalani, Professor für Politische Soziologie

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