Arsch huh, Zäng ussenander!

Pressemeldung zur Demonstration und Kundgebung gegen Gewalt: „Du bes Kölle – Kein Nazis he op unser Plätz!“

Unsere Demonstration und Kundgebung gegen Gewalt, Rassismus und Neonazis – für ein buntes und tolerantes Köln, unter dem Motto „Du bes Kölle – Kein Nazis he op unser Plätz!“, zu der wir für den 14. Dezember aufgerufen haben, ist nicht nur eine Reaktion auf den gewalttätigen Aufmarsch rechtsradikaler Hooligans und Neonazis am 26. Oktober auf dem Breslauer Platz.

Angesichts der Tatsache, dass in jüngster Zeit bundesweit bereits elf solcher antidemokratischer Aufmärsche stattgefunden haben und weitere acht bereits angemeldet sind, ist Besorgnis und größte Wachsamkeit geboten. Denn die Strippenzieher dieser Veranstaltungen sind Funktionäre der NPD und anderer rechtsradikaler Organisationen, deren vorgeblicher Kampf gegen Salafisten vor allem der Rekrutierung neuer Anhänger für ihren Kampf gegen alles Fremde, Ausländische, Andersartige und Undeutsche dient.

Dagegen wollen wir nicht nur am 14. Dezember ein weithin sichtbares Zeichen setzen, sondern auch danach gemeinsam mit den vielen Initiativen und Einzelpersonen, die sich für eine solidarische und tolerante Stadtgesellschaft engagieren, weitere Aktivitäten gegen Rassismus und Nationalismus auf den Weg bringen.

Unsere Veranstaltung , die von Shary Reeves und Martin Stankowski moderiert wird, ist hierfür der Auftakt.
Mit dabei sind: OB Jürgen Roters, AG Arsch huh, Jürgen Becker, Bläck Fööss, Brings, Fatih Cevikkollu, Chor der Schwulen und Lesben, Coloniacs (FC Fan-Gruppe), Eko Fresh, Tommy Engel, Höhner, Humba e.V., Lamya Kaddor, Kasalla, Carolin Kebekus, Microphone Mafia, Paveier, Arno Steffen, Zeltinger Band u.a.

Die Demonstration beginnt am 14.12. um 14 Uhr am Breslauer Platz und führt nach einem kurzen Auftakt von dort in die Turiner Straße, wo die Schlusskundgebung mit RednerInnen, KabarettistInnen und MusikerInnen stattfindet. Die dafür nötige Bühne steht Höhe Thürmchenswall.

Zu der Demonstration und Kundgebung rufen neben den Beteiligten u.a. auf:
Bündnis 90/Die Grünen, Coloniacs, DGB, Fan-Projekt 1. FC Köln 1991 E.V., Festkomitee Kölner Karneval von 1823, Katholikenausschuss, Kein Veedel für Rassismus, Kölner Elf, Kölner Fanprojekt, Köln stellt sich quer, Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Ortsverband Köln e.V, Partei Die Linke, Schauspiel Köln, SPD, Stern-Aktion „Mut gegen rechte Gewalt“, Stunksitzung, Verein EL-DE-Haus u.v.m.

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4 Kommentare

  1. peter 2. Dezember 2014 at 15:47

    Hallo zusammen gibt es zu der Demo ein entsprechendes Shirt oder Schal.

  2. Dean 11. Dezember 2014 at 08:43

    Wenn ihr doch gegen Rassismus seid frage ich mich, warum in Köln an exponierter Stelle (Domplatte) ein Walter Herrmann mit Duldung der Stadt seit vielen Jahren seine rassistische Hassinstallation betreiben kann?
    In Anlehnung an die Stürmerkästen während der NS-Zeit, stellt Herrmann offen seinen Juden- und Israelhass vor dem Dom zur Schau.
    Solange ihr diese Hasswand nicht thematisiert und etwas dagegen unternehmt ist alles was ihr macht, primitive politische Propaganda und pure Heuchelei!

  3. Godene Mitte 13. Dezember 2014 at 21:22

    Zufriedene Menschen egal welcher Nation Sie angehören , sind die Grundlage für ein gutes Stadtklima und das ist die Voraussetzung für ein Zusammenleben in der Zukunft !

  4. Basinski, Witold 23. Dezember 2014 at 18:23

    Nach der Kundgebung gab es einen Kommentar im KStA der mir zu Teilen nicht gefallen hat, woraufhin ich einen Leserbrief an die Zeitung vefaßt habe. Im Leserforum wurde dieses Thema nicht mehr engesprochen und so möchte ich auf diesem Weg meine Meinung kundtun und diesen Brief hier einstellen.

    was will mir Joachim Frank eigentlich sagen? Da wäre die höfliche Auflistung der tollen “Arsch huh” Veranstalter, die ja schon immer in gewohnter Weise klare Zeichen setzten. Alles sei zuverlässig, fröhlich, gewaltlos und es wäre auch schon sehr viel in diesen Tagen, was dort stattfindet. So lautet das nette Lob und die Meinung des Redakteurs.

    Dann allerdings ein deutliches ABER. Es sei schließlich immer der gleiche Protest, es wären auch immer die gleichen Akteure. Herr Frank spricht dann schier unverständlich von der Melange eines aufrecht-linken, intellektuellen kulturaffinen Milieus mit kölscher Toleranz als Dogma, Mantra und autogener Suggestion. Mein Gott – was für ein grausamer Wort-Zauber!

    Hier mal ganz einfach, diese immer gleichen Akteure sprechen mir in großen Teilen aus meinem Herzen und es ist gut so.Einfach wunderbar, dass diese Menschen es für uns Kölner so tun wie sie es tun! Alles darf sich auch ruhig wiederholen, denn es sind keine neuen Probleme. Alles gab es bereits schon einmal und wir haben scheinbar dann doch wieder vergessen und unverbesserlich nicht genug gelernt.

    Wir brauchen in allen Lebenssituationen diese Mahner und Erinnerer, wir brauchen verantwortungsvolle Menschen die in ihren Liedern nicht vergessen was richtig und falsch ist. Wir brauchen diese Künstler, die dem Volk aufs Maul schauen und deren “Adern“ treffen, ist das nicht schön?

    Im zweiten ABER fordert Herr Frank ein neues Nachdenken mit Kreativität und Fantasie damit unsere Demokratie und freiheitliche Kultur wieder die Lufthoheit über der “ Mitte der Gesellschaft” bekommt.Wo bleibt der Vorschlag, der würde hier nach dieser Kritik gut passen!? Die immer gleichen Veranstaltungen taugen ja augenscheinlich nicht so richtig? Fantasie ist in diesem Bereich also künftig gefragt.

    Vielleicht wäre ein Rollator-Korso mit anschließendem Hipp Hopp der Trümmerfrauen, auf dem Geländer der Riehler Heimstätten eine kreativere Idee? Vielleicht erreicht man dann die richtigen Menschen?
    Oder die CDU Fraktion geht auf Tournee mit den Toten Hosen und singen “Tage wie diese” mit anschließender Brandrede der Kanzlerin? Vielleicht kümmert sich Politik dann auch mehr um die Verlierer in unserer Gesellschaft?

    Verdammt schwer das Ganze, nicht wahr?! Einen Königsweg habe ich leider auch nicht anzubieten aber wenn wir denn ständig in dieser so wunderschönen deutschen Sprache , immer nur komplizierte Worte schreiben und dann so gar nichts in der Welt verändern, ja dann könnten wir doch mindestens uns selbst verändern! Weihnachten steht vor der Tür, Jesus ist da bekanntlich Mensch geworden. Also, liebe Kölner macht es wie Jesus, werdet einfach nur Mensch!
    Arsch huh, ed weed Zigg!

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