Arsch huh, Zäng ussenander!
Titel

k_DSC04345Rund 70.000 Teilnehmer erreichte das Porzer Veedelsfest. Vielleicht waren es auch ein paar weniger. Aber das Publikum war zahlreich erschienen und verfolgte aufmerksam das Bühnengeschehen. Die Höhner besangen die stillen Helden und hielten einen Song lang die Welt an. Wilfried Schmickler tat, was er kann wie kein anderer: Er redete uns ins Gewissen und traf damit auf breite Zustimmung. Bömmel Lückerath stimmte den Stammbaum an und überall zeichneten Handys diese ergreifende Mitsing-Einlage auf.k_DSC04387

Su simmer all he nach Porz jekumme – das war der Geist der Veranstaltung, in der sich junge und alte Menschen ebenso mischten wie solche mit und ohne Migrationshintergrund. Auf der Bühne sprachen engagierte Bürger und Bürgerinnen, die sich um das Viertel kümmern und um die Bedürfnisse derjenigen, die im Stadtbezirk leben.

Dazu zählt die Wiedereröffnung einer beliebten Gaststätte als Veedelstreff oder auch die Beantragung von mehr Beleuchtung für bestimmte Wege. Wo etwas nicht automatisch gut läuft, braucht es Menschen, die sich einsetzen und nachhaken und nicht solche, die lediglich ihr Missfallen ausdrücken und schimpfen. Von den Engagierten waren viele auf dem Alfred-Moritz-Platz anzutreffen.k_DSC04395

k_DSC04420Auch das Miteinander von Geflüchteten und alteingesessenen Porzern verbessert sich durch Koordinatoren von der Caritas und auch der Stadt. Sie berichteten Moderator Hermann Rheindorf von ihrem Arbeitsalltag mit Konflikten und Erfolgen. Wie lässt sich mehr Kontakt herstellen und Misstrauen abbauen? Zum Beispiel, indem der Kinderspielplatz der Flüchtlingseinrichtung für alle Kinder der Viertels geöffnet wird. Es sind solche kleinen Schritte, die buchstäblich über Zäune hinweg Verbindungen schaffen.

Ebenso wie so ein gemeinsames Fest, auf dem sowohl Balkan Pop und Höhner, der alevitische Tanzverein und die Südstadt-Brauen kurzum ein buntes Programm ein buntes Publikum erreicht.

k_DSC04481Das macht nicht vergessen, dass es Probleme gibt, auch durch soziale und kulturelle Unterschiede. Das muss man anerkennen ohne in radikale Vorstellungen abzugleiten. Es läuft nicht alles von sich aus rund, nicht einmal die Straßenbeleuchtung. Aber wer anpackt und das Zusammenleben mitgestaltet, trägt zur positiven gesellschaftlichen Entwicklung bei.

Danke an alle, die mitgewirkt haben!

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