Arsch huh, Zäng ussenander!

Leev Politiker: Jetz ävver OPJEPASS!

Die Musiker- und Künstlerinitiative „Arsch huh“ hat am Donnerstag, den 12.4.2013 eine Plakatkampagne gegen den Sparhaushalt vorgestellt: „Leev Politiker, opjepass“ wird von Montag an in der Stadt plakatiert. „Finger weg von Kinder- und Jugendeinrichtungen, Bürgerzentren, Interkulturellen Projekten und Sozialprogrammen“, schreiben die Musiker auf rotem Grund.

Leev Politiker: Jetz ävver OPJEPASS! Wir, die Künstlerinnen und Künstler der AG Arsch huh fordern die Rücknahme der geplanten Kürzungen in Jugend-, Interkultur- und Sozialbereichen des städtischen Haushalts.

„Wir kämpfen für eine solidarische Stadt“ – das hatten wir uns zum 20. Jahrestag unseres Bestehens am 9. November 2012 auf die Fahnen geschrieben. Denn das zunehmende Auseinanderdriften der Stadt in Arm und Reich, so unsere Überzeugung, widerspricht nicht nur unserer Vorstellung vom Zusammenleben in unserer Stadt, es spielt auch den Populisten am rechten Rand in die Hände.

Seit Jahresanfang haben sich Künstler aus unseren Reihen in die aktuelle Debatte um den künftigen Kölner Stadthaushalt eingemischt und sich mit Jugend- und Bürgerzentren, mit sozialen Einrichtungen und Projekten, die in der aktuellen Haushaltsplanung der Stadtverwaltung von existenzgefährdenden Kürzungsabsichten betroffen sind, solidarisiert und gemeinsam mit ihnen protestiert.

Jetzt, kurz vor den endgültigen Entscheidungen im Rat der Stadt Köln appellieren wir mit einer großflächigen Plakataktion direkt an die Ratsfrauen und -herren:

„Leev Politiker: Jetz ävver opjepass – Finger weg von Kinder- und Jugendeinrichtungen, Bürgerzentren, interkulturellen Projekten und Sozialprogrammen“ wird es ab kommenden Montag unübersehbar im Stadtbild heißen.

Wir fordern von den Ratspolitikern, die Belange der Jugend und der Migranten sowie das soziale Miteinander zu schützen.

Die von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Kürzungen in den Bereichen Jugend und Soziales bedeuten genau das Gegenteil. Wenn diesen Vorschlägen zugestimmt wird, würden langfristig gewachsene Strukturen, die mit kleinen und kleinsten Budgets wichtige Arbeit leisten, grob fahrlässig und leichtfertig zerstört. Dies ist mit uns nicht zu machen.

 Liebe Ratspolitikerinnen und –politiker!

Setzen Sie Prioritäten für den sozialen Frieden. Sorgen Sie dafür, dass nicht nur in der Innenstadt investiert wird, sondern wie am Beispiel der Bürgerzentren und Jugendzentren auch in die Stadtteile und Außenbezirke.Erteilen Sie den Kürzungsvorschlägen für die Bereiche Jugend, Soziales und Interkulturelles in den vor Ihnen liegenden Abstimmungen eine Absage. Stärken Sie mit ihrem NEIN den Zusammenhalt in unserer Stadt.

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