Arsch huh, Zäng ussenander!

Für den Schutz der Menschenwürde – Übergriffe und sexuelle Gewalt gegen Frauen verhindern. Gegen Rassismus und Hass!

Köln stellt sich quer Grafik

Das Bündnis Köln stellt sich quer blickt mit Entsetzen und Sorge auf die Geschehnisse in der Silvesternacht rund um den Kölner Bahnhof!

Ebenso sind wir entsetzt über den Anschlag auf das Flüchtlingswohnheim in Köln Mülheim am 2. Januar 2016.

Das Bündnis verurteilt aufs schärfste die Übergriffe in der Silvesternacht. Die Oberbürgermeisterin, die Stadtverwaltung und die eingesetzten Polizeibehörden von Bund und Land müssen eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge in der Silvesternacht gewährleisten und in Fällen von nachgewiesenem Fehlverhalten auch personelle Konsequenzen treffen. Straftaten jeglicher Art müssen ermittelt werden und die überführten Täter einem rechtsstaatlichen Gerichtsverfahren unterworfen werden.

Unabhängig davon, wem die Täter um den Kölner Hauptbahnhof zuzurechnen sind, gilt es deutlich und unmissverständlich klarzumachen: Gewalt gegen Frauen ist immer ein Verbrechen!

Die Geschehnisse in der Silvesternacht sind Anschläge auf unsere Grundwerte, unseren gesellschaftlichen Konsens, unsere Freiheit und die Menschenwürde. Dazu gehört insbesondere der Schutz von Frauen vor sexueller Gewalt genauso wie der Schutz von Flüchtlingen.

Die Ereignisse der Silvesternacht dürfen nicht von Rechtsextremen, Pro NRW, AfD und Pegida, für ihre eigenen Zwecke genutzt werden, wie dies bereits jetzt in den sozialen Netzwerken in Form von pauschaler Hetze gegen Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge geschieht.

Angriffe auf Flüchtlingsheime, wie aktuell in Köln Mülheim, sind unerträglich und dürfen sich nicht wiederholen. 850 festgestellte rassistisch motivierte Übergriffe auf Flüchtlingsheime sind 850 zu viel!

Die breit gefächerte Willkommenskultur verschiedener Initiativen in Köln zeigt das Engagement von Kölnerinnen und Kölnern für Flüchtlinge. Dieses Engagement wirkt auch weit über die eigentliche Aktivität hinein in unsere Gesellschaft und die Atmosphäre in der Stadt. Die Ereignisse der letzten Tage dürfen diese Kultur nicht zerstören.

Köln hat sich gegen ‚Hogesa‘ und ‚Kögida‘ quergestellt und deutliche Zeichen gesetzt, dass Rechtsextremisten und Rassisten in Köln keine Chance haben, ihr Gift in die Gesellschaft zu tragen, mit dem Ziel sie zu spalten. Dies gilt es immer wieder zu bekräftigen, indem wir zeigen, dass wir gemeinsam wachsam sind und immer aufstehen, wenn es gegen rechtsextreme Gewalt, Sexismus und Gewalt gegen Frauen, Ausgrenzung und Rassismus geht – Für Demokratie, Menschenwürde und Toleranz!

Wir unterstützen den Aufruf von „Köln gegen Rechts“ zur Demonstration gegen die angekündigte Pegida Kundgebung am Samstag in Köln an und rufen alle Kölnerinnen und Kölner auf, friedlich für ein weltoffenes und buntes Köln zu demonstrieren.

Samstag, 9. Januar 2016, 13:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz unter dem Motto „Pegida NRW stoppen! Nein zu rassistischer Hetze! Nein zu sexueller Gewalt!“

Für das Bündnis „Köln stellt sich quer“ Andreas Kossiski, DGB-Region Köln-Bonn Pressekontakt : Brigitta von Bülow 017622159725

Aktuelle Informationen zu Ort und Zeitpunkt finden sich hier: https://www.facebook.com/events/167790366914073/ und hier: http://gegenrechts.koeln/blog/

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2 Kommentare

  1. Claudia Rempe 7. Januar 2016 at 16:46

    Ich bin absolut Eurer Meinung! Leider kann ich mich dieses Mal – am kommenden Samstag – nicht persönlich mit gegen den Mob quer stellen. Bin aber in Gedanken bei Euch und sage schon jetzt DANKE an alle, die unsere gemeinsamen Werte verteidgen!

  2. Theo Schmitz 30. Januar 2016 at 10:00

    Vorab: Ich bin absolut gegen jede Vereinnahmung und Bevormundung, ob von rechts oder links oder sonstwo. Mit diesen Begriffen kann ich eh nichts anfangen, weil sie einzig und allein genutzt werden, um zu diffamieren und eine faire Auseinandersetzung zu verhindern.

    Der Slogan „Pegida NRW stoppen! Nein zu rassistischer Hetze! Nein zu sexueller Gewalt!“ verursacht mir Bauchschmerzen.
    Die REIHENFOLGE suggeriert: Pegida ist rassistisch und verübt sexuelle Gewalt.

    Was in aller Welt hat Sie daran gehindert und hindert Sie offensichtlich weiter daran, die Realität der Kölner Silvesternacht zu sehen und genau dagegen pointiert aufzubegehren und entsprechende Forderungen zu erheben? Glauben Sie wirklich, die Menschen könnten nicht differenzieren zwischen dem, was da von einzelnen Migranten Schreckliches und Nicht-tolerierbares verübt wurde, und den Millionen, die friedlich hier Aufnahme finden und leben wollen?
    Sie fordern, die Ereignisse der Silvesternacht nicht zu instrumentalisieren und zu verallgemeinern. Ich wäre nie auf eine solche Idee gekommen. Sehe aber, dass Sie schlimme Taten in einen so weiten Kontext stellen, der eine ehrliche und schonungslose Auseinandersetzung mit einem ganz speziellen Phänomen behindert, dessen Dimension seit langem bekannt und nicht mit der Ergreifung der Täter erledigt ist.
    Das macht mir Angst.

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