Arsch huh, Zäng ussenander!

Ein würdiger Ort zum Spuken: Der Heinrich Pachl Platz

Am sonnigen Nachmittag des 1.Mai wurde der 2012 verstorbene Kabarettist Heinrich Pachl in Köln-Nippes mit einem nach ihm benannten Platz geehrt. Auf der kleinen, von blühenden Bäumen umstandenen Grünfläche an der Mauenheimer Straße, gleich neben dem Altenberger Hof, herrschte eine Stimmung wie auf einem Familientreffen. Hier ein herzliches Wiedersehen bei Kaffee und Kuchen, dort der Austausch fröhlicher und wehmütiger Erinnerungen an den unvergessenen Freund, Nachbarn, den vielseitigen Künstler und streitbaren Weggefährten Heinrich Pachl, der auch die AG Arsch huh von ihrer Gründung an begleitet hat.

„Und ich pfeife durchaus nicht auf Ehre.“ Zitierte seine Witwe Li Daerr Joachim Ringelnatz in ihrer kleinen Begrüßungsrede. Und weiter:

„Im Gegenteil. Mein Ideal wäre,
daß man nach meinem Tod (grano salis)
Ein Gäßchen nach mir benennt, ein ganz schmales
Und krummes Gäßchen, mit niedrigen Türchen,
Mit steilen Treppchen und feilen Hürchen,
Mit Schatten und tiefen Fensterluken.
Dort würde ich spuken.“

Dass Heinrich Pachl immer noch in den Gedanken und Herzen vieler Menschen spukt, das stellte die große Schar der Besucher unter Beweis. Zahlreiche Freunde lieferten einen Beitrag zu dem Festprogramm: Von Biggi Wanninger über die Talkings Horns und Inge Sagemüller, bis hin zu Wilfried Schmickler, Martin Stankowski und Arnulf Rating. Gemeinsam mit ihrem Sohn Max Pachl übernahm es Li Daerr schließlich, das neue Straßenschild zu enthüllen, das diesen überaus charmanten Ort ab sofort als Heinrich-Pachl-Platz ausweist.

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