Arsch huh, Zäng ussenander!

„Du bes Kölle“ Auftakt der Kampagne 2017

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Arsch huh, Zäng ussenander! Der Aufruf hat seit 1992 nicht an Aktualität und Notwendigkeit verloren.

Auch 25 Jahre später fühlt sich die AG Arsch huh aufgerufen, aktiv und offensiv für eine humane, gerechte und offene Gesellschaft einzutreten. 2017 gilt es zudem, die Demokratie gegen Angriffe rechter Populisten mit ihren Lügen und völkischen Hetzparolen zu verteidigen.

In der Kampagne „Du bes Kölle“, die viele Elemente nutzt – vom Filmclip, über Plakate, Kampagnensongs, Veedelsveranstaltungen bis hin zur Großkundgebung – geht es vor allem darum, zu Engagement und Zivilcourage aufzurufen, zur Stimmabgabe bei den anstehenden Wahlen zu motivieren und den Rechtspopulisten in Land und Bund entgegen zu treten. Über www.dubeskoelle.de werden alle Elemente und Informationen rund um die Kampagne abrufbar sein.

In Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien hat unter der Leitung von Lars Büchel und Jens Schillmöller eine Gruppe Studenten und Studentinnen sechs Spots entwickelt und realisiert, die sich mit den Themen Ausgrenzung und Integration, mit Vorurteilen und deren Auflösung beschäftigen.

„Integration“ – Regie: Julius Dommer, Kamera: Christian Löhr
 „Du bes Kölle“ – Regie: Alina Graff, Kamera: Lukas Soboll
„Neue Nachbarn“ – Regie: Constanze Klaue, Kamera: Philipp Künzli, Florian Brückner
„Angst isst Seele auf“ – Regie: Julian Pawelzik, Kamera: Paul Reinholz
„Ignorance Race“ – Regie: Bazon Rosengarth, Kamera: Marie Zahir
„Der Schwarzfahrer“ – Regie: Joseph Akwasi, Hamid Ghanbariara, Kamera: Simon Baucks

Die Arbeiten werden über das Internet verbreitet. Sie sollen aber auch als Social-Spots im Kino laufen und mit den mutigen, ironischen, originellen Zugängen zur Auseinandersetzung mit den Inhalten beitragen.

 

„Altstadt Nord oder Altstadt Süd

Scheißejal, wo dat Hätz da Kölsche litt

Et schläät fründlich, frei am Puls d’r Zick

Keine Bock op Extremismus un Hass op fremde Lück“

So lautet der Refrain des „Mottolieds“ von Arno Steffen, das die Kampagne begleitet. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sind darin zu hören. Aber nicht allein gesungene Botschaften, sondern auch Fotos vieler Beteiligter mit passenden Sprüchen werden online und offline kursieren und zur Mitwirkung auffordern: Am Gelingen der Kampagne und am Gelingen der Demokratie!

 

Arsch huh im Veedel

In Stadtteilveranstaltungen (geplant sind Bickendorf, Kalk, Porz und Chorweiler) bietet die „Veedelstour“ eine Kombination von Musik/Kabarett, Information und moderierter Diskussion auf einer mobilen
Bühne. Neben dem Bühnenprogramm mit Auftritten unserer Künstler_innen werden auch Anwohner_innen zu Wort kommen und Gelegenheit haben, ihre Probleme und Meinungen einzubringen und mit Experten_innen ins Gespräch zu kommen.

Die Landeszentrale für politische Bildung unterstützt diese Reihe im Rahmen ihrer „Demokratietour 2017“ mit ihrem Aktionsbus. Anschließend bietet sie Demokratieworkshops in den Veedeln an, um die aufgeworfenen Fragen und Probleme mit interessierten Anwohnern und Anwohnerinnen zu vertiefen und Lösungsvorschläge zu entwickeln, die der Kommunalpolitik unterbreitet werden.

Einen Höhepunkt findet die Kampagne mit einer großen Kundgebung, die am Sonntag, dem 27. August von 16:00 bis 20:00 Uhr auf den Ringen zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz stattfindet. Als eigenständige Veranstaltung von Arsch huh, bildet sie zugleich den Abschluß des „gamescom city festival“.

 

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