Arsch huh, Zäng ussenander!

Gegen Gewalt, Rassismus und Neonazis – Für ein buntes und tolerantes Köln.

Der Aufmarsch und gewalttätige Terror von fast 5000 rechtsradikalen Hooligans und Neonazis am 26. Oktober auf dem Breslauer Platz hat nicht nur in Köln großes Entsetzen ausgelöst. Rechtsextremisten aus ganz Deutschland grölten ungehindert Nazi-Parolen und zeigten dabei den Hitler-Gruß. Reisende, Geschäftsleute, AnwohnerInnen mussten vor dem Mob fliehen. Geschäfte wurden verwüstet und Autos demoliert. 49 Polizisten wurden attackiert und verletzt.

Dies war ein Anschlag auf die Demokratie und unsere Kölner Stadtgesellschaft und ein eindeutiger Missbrauch des Demonstrationsrechts. Das darf nie wieder geschehen – weder in Köln noch anderswo.

Wir wollen, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Religion und sexueller Orientierung friedlich und respektvoll zusammenleben und Flüchtlinge unsere Solidarität erfahren. Gewalt und Intoleranz – ob vom braunen Pöbel oder von fanatischen Salafisten – trifft auf unseren aktiven Widerstand.

Die Arbeit vieler Initiativen, der Stadt Köln und die großen Kundgebungen auf dem Chlodwigplatz 1992 und an der Deutzer Werft 2012 sowie zuletzt das Birlikte-Wochenende im Juni haben zu einem politischen Klima in Köln beigetragen, das Rassismus und Gewalt nicht duldet.

Aber wir müssen und werden wachsam bleiben und die Neonazi-Szene, die rechtsradikale Pro Köln-Partei wie auch die rechtspopulistische AfD in Köln genau im Auge behalten.

Wir appellieren an Dich als Kölnerin und Kölner, aktiv für eine solidarische Stadtgesellschaft einzutreten.

Wir rufen auf zur Demonstration und Kundgebung am Sonntag, 14. Dezember um 14:00 Uhr

Aufstellung auf dem Breslauer Platz. Nach einer kurzen Auftaktveranstaltung ziehen wir gemeinsam zur Abschlusskundgebung Turiner Straße/ Ecke Thürmchenswall.

ZUSAMMEN GEGEN GEWALT, RASSISMUS UND NEONAZIS SEI DABEI!

DU BES KÖLLE – DU BES HE VERANTWORTLICH!

Du Bes Kölle - Kein Platz für Nazis

Artikel teilen!

16 Kommentare

  1. Michael Lehmler 26. November 2014 at 07:24

    Um es vorweg zu nehmen. Ich bin kein Nazi und kein Hooligan. Aber die Aktion von Arsch huh finde ich jetzt etwas billig. Sie kommt einfach zu spät. Es waren am Tag als der „Breslauer Platz“ angeblich „verloren“ ging (wird hier nicht den Chaoten eine zu große Macht zugeschrieben, die sie gar nicht haben – hinzu kommt es ist nicht nur ein kölsches Problem, sondern leider ein weltweites), nur verschwindend wenige Gegendemonstranten da. Auch bei der Aktion „den Mantel teilen“ waren nicht die Massen da, die die Flüchtlinge in Köln Willkommen heißen wollen. Neben grölenden Bekenntnissen von Musikern in eine bierselige Runde wäre eine nachhaltige Aufklärung notwendig jenseits karnevalesker Alleins-stimmung und Verbrüderungen, die meistens nur wenige Tage halten. Es wäre auch wünschenswert, nicht nur die Rechtsradikalen und Co. zu „verteufeln“ (so notwendig das auch ist), sondern auch die dahinter sich verbergenden und bei vielen vorhandenen Ängste vor „Überforderung“, irrationaler Gewalt und Islamismus. Und bitte keine Protestveranstaltungen mehr mit Musik und ein „Flötchen im Arsch“. Das wäre so, als wenn die Kirche zum Gottesdienst Freibier anbietet. Es wäre doch spannend oder evtl. ernüchternd zu sehen, wie viele „Kölner“ ohne Kölsch, Karneval und Musik den „Arsch“ für die gute Sache hoch kriegen. Alaaf!

  2. Frauke Plotz 2. Dezember 2014 at 21:05

    „Um es vorweg zu nehmen“. Do bess ne „Nazi und ein „Hooligan“, zomindest enn ne reichlich rechts stehender Schwachkopf.

    • Michael Lehmler 7. Dezember 2014 at 17:12

      Sehr geehrte Frau Plotz, ich danke Ihnen auf das herzlichste, für Ihr sehr beeindruckendes Zeugnis rheinischer Toleranz.

    • Gordon 10. Dezember 2014 at 17:55

      Es gibt doch (fast) keine Nazis mehr, diese Generation ist doch so gut wie ausgestorben – erst Gehirn einschalten, dann tippen…

  3. Rhinepirate 5. Dezember 2014 at 09:00

    Eins ist aber klar. Selbstverständlich muss die demokratische und antifaschistische Öffentlichkeit und Bewegung deutlich und lautstark sowohl Rassisten und Neonazis bekämpfen als auch die Klerikalfaschisten und Mörder von IS, Islamischer Staat (Irak,Syrien) Hamas (Palästina/Gaza) oder Boko Haram (Nigeria), um nur die brutalsten und gefährlichsten islamistischen Terrorgruppen zu erwähnen. Wir wollen keinerlei Faschismus, wir wollen keinen Krieg und wir wollen nicht, das unsere Brüder und Schwestern in anderen Teilen der Welt in einem klerikalfaschistischen Kalifat wie in einem Gefängnis leben müssen.
    Gegen Faschismus und Krieg
    Gegen Fundamentalismus, Islamismus und Kalifate
    Köln ist bunt und nicht braun.
    Und da hat auch die Fahne des IS Mörderkalifats nichts zu suchen.
    Walk on
    Nicht alle Fussballfans sind Verbrecher.

  4. KLOSE 9. Dezember 2014 at 12:58

    DAMALS AUF DEM CHLODWIGPLATZ WAR ICH DABEI:
    AN DIESER DEMO WERDE ICH NICHT TEILNEHMEN
    NATÜRLICH FINDE ICH ES GUT GEGEN NAZIS ZU DEMONSTRIEREN
    ABER ICH HABE DEN EINDRUCK DAS HIER VIEL PAUSCHALISIERT WIRD
    ES GIBT SEHR VIELE LEUTE DIE MIT NAZIS REIN GAR NIX ZU TUN HABEN.
    WÜRDE MAL GERNE SEHEN WENN KEINE BANDS DORT WÄREN WIE VIELE DANN DORT WÄREN.
    WO WART IHRT ODER WO SEIT IHR WENN ES UM KRIEGSHETZE GEHT?
    WIESO MACHT IHR NICHT MAL NE DEMO GEGEN DIE GEWALTBEREITE ANTFA.
    ANSONSTEN KANN ICH NUR DEN BEITRAG VON MICHEL LEHNERT ZUSTIMMEN.UND UM ES VORWEGZUNEHMEN FRAUKE PLÖTZ
    EIN BIßCHEN HIRN WÄRE NICHT SCHLECHT.

  5. Gordon 10. Dezember 2014 at 17:51

    „Wat hät doch Köln sing Eigenart verlore,
    wie wor dat Levven he am Rhing su nett.
    Mer es sich selver nit mie rääch em klore,
    Ov mer ´ne Fimmel oder keinen hät.
    Dä fremde Krom, et es doch zo bedoore.
    Als ahle Kölsche schöddelt mer d´r Kopp.
    Deiht mer sich bloß die Dänz vun hück beloore,
    stüß einem jedesmol de Heimat op.“

    Zo vill fremde Krom es Dress…

  6. Rhinepirate 11. Dezember 2014 at 10:57

    was sind biite schön „Dänz“?
    Die Suche im koelsch-woerterbuch jedenfalls bleibt negativ!
    http://www.koelsch-woerterbuch.de/index.php?aktion=suche&q=D%E4nz&suchen=Suchen
    Suche nach ‚Dänz‘
    Leider nichts gefunden.
    Sollten jedoch Pänz gemeint sein, ist dieser Beitrag kinder- und menschenfeindlich, und damit auch gegen das Kölner Lebensgefühl!
    Jede Jeck es anders
    Jeck loß Jeck elans, dun laache wenn do kanns
    M’R FIERE FASTELEER – KEINE JECK ES ILLEJAL!

    Fussballfans gegen Rechts –
    Gegen Rassismus Antisemitismus Faschismus Ausgrenzung Gewalt und Krieg
    Nazis und Hooligans – RAUS

  7. Gordon 11. Dezember 2014 at 14:13

    Und an Rhinepirate: Du/Ihr hast wohl überhaupt keine Ahnung vun uns kölscher Sproch und kannst nur Phrasen dreschen…

    Wie kommst Du auf Pänz? Wer kann denn etwas gegen Pänz haben??? Du siehst wohl überall (rechte?) Gespenster…

    Halt Dich besser geschlossen!

  8. Rhinepirate 15. Dezember 2014 at 08:45

    @Gordon
    Da muss ich Dich leider enttäuschen.
    Vor diesem Feind werde ich mich nicht umdrehen! Du erteilst hier keine Redeverbote!
    Der Ostermann Text zeigt doch nur zu deutlich, das es auch in Köln immer latent eine Fremdenfeindlichkeit gegeben hat und gibt. Die Wahlergebnisse für rechtsextreme Gruppierungen sprechen da ja eine deutliche Sprache.
    Noch mal Ostermann:
    „…Dä fremde Krom, et es doch zo bedoore.
    Als ahle Kölsche schöddelt mer d´r Kopp.
    Deiht mer sich bloß die Dänz vun hück beloore,
    stüß einem jedesmol de Heimat op.“
    Gut, es geht also um Tänze.
    Und Sirtaki oder Halay:und dergleichen magst Du nicht oder was?
    Oder Blues und RocknRoll, oder wie die janze“Neger“musik heisst …
    die Nazis mochten sie jedenfalls nicht …
    Geh doch selber zum Lachen in den Keller!

    Jede Jeck es anders
    Jeck loß Jeck elans, dun laache wenn do kanns
    M’R FIERE FASTELEER – KEINE JECK ES ILLEJAL!

    Fussballfans gegen Rechts –
    Gegen Rassismus Antisemitismus Faschismus Ausgrenzung Gewalt und Krieg
    Nazis und Hooligans – RAUS

  9. Rhinepirate 15. Dezember 2014 at 08:55

    Nachtrag @Gordon
    und der Spruch „Zo vill fremde Krom es Dress…“
    stammt nicht von Ostermann. Und damit ist klar wes Geistes Kind Do bess!

  10. Rhinepirate 15. Dezember 2014 at 10:18

    Nachtrag zu Ostermann:
    „Ostermanns Beziehung zum Nationalsozialismus ist nicht zuverlässig erforscht. Der Biograph Hans W. Krupp erwähnt zwar die Anekdote eines „Zeitgenosse[n] und längjährige[n] musikalische[n] Weggefährte[n]“, die sich auf ein angestecktes Parteiabzeichen bei Ostermann beziehen soll, betont aber gleichzeitig, dass diese Geschichte allein eine Parteimitgliedschaft nicht belegen könne.[4] Nach Fred K. Priebergs Handbuch Deutsche Musiker lag kein Eintrag über eine Mitgliedschaft in der Zentralen Kartei der NSDAP vor.[5] Im Jahr 1936 nahm Ostermann zusammen mit anderen Künstlern an einer Ferienfahrt der NS-Organisation KdF nach Madeira teil und schrieb aus diesem Anlass sein „Madeiralied“:

    Und wenn no dat veezehndäjije Jlöck
    es widder vörbei – un mer kömme zoröck
    dann hät mer noch eimol su vill Loß am Jeschäff
    dat danke mer all dann der K.d.F.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Ostermann
    R.i.P..

  11. Rhinepirate 15. Dezember 2014 at 11:15

    und trotzdem muss et noch eruss
    Schon dä Ostermann wor ne kleine Hooligen
    Guckst Du hier:
    http://www.koelsch-akademie.de/liederserver/index.php?inc=0&id=1102&lied=&interpret=willi%20ostermann&texter=&album=&verlag=&kategorie=0&seite=30&erw=&erscheinungsjahr=&suchen=suchen

    Ich blieve wat ich benKölle anno dozomol
    Interpret(en): Willi Ostermann
    Text: Willi Ostermann (1876-1936)
    Musik: Meissler
    Erscheinungsjahr: 1911
    Tonträger: „Willi Ostermann in Gold (CD-Box)“ – Willi Ostermann (CD)
    „Stolzenfels am Rhein“-Melodie von Meissler

    „Ich blieve wat ich ben
    Dat ich nit uus der Polakei,
    weiß jeder he em Saal,
    Troof net de Äldre unbedingt,
    mer hört de richtige Wahl.
    Ich spreche wie mie Vatter Kölsch,
    su wie mie Mutter sprich,
    Ben stolz, dat grad dä kölsche Jung,
    su richtig en mir stich.

    Wenn einer schwadroneere deiht,
    un üvver Kölle schängk,
    Vielleich noch hät die Dreistigkeit,
    un ahn zo uhze fängk.
    Dä muß jet för de Welsche Kopp,
    jet för dat Bleivgen han,
    Denn wat ne eschte Kölsche eß,
    denk immer nor doran:

    Ich blieve, wat ich ben …

    Ich blieve wat ich ben
    Dat ich nit us der Polakei,
    weiß jeder hee em Saal,
    trofe nit de El’dre unbedingk,
    mer hööt de richtige Wahl.
    Ich spreche wie mi Vatter Kölsch,
    su wie mi Mutter sprich,
    ben stolz, dat grad dä kölsche Jung,
    su richtig en mir stich.

    Wann einer schwadroneere deit,
    un üvver Kölle schängk,
    villleich noch hät die Dreistigkeit,
    un an zo uze fängk,
    dä muss jet vör dä welsche Kopp,
    jet vör dat Bläffchen han,
    Denn wat ne echte Kölsche es,
    denk immer nor doran:

    Ich blieve, wat ich ben …

    Ich bleibe, was ich bin
    Dass ich nicht aus Polen bin,
    weiß jeder hier im Saal.
    Trafen nicht die Eltern unbedingt,
    man hört, die richtige Wahl.
    Ich spreche wie mein Vater Kölsch,
    so wie meine Mutter spricht,
    bin stolz darauf, dass gerade der kölsche Junge,
    so richtig in mir steckt.

    Darum bleibe ich, was ich bin …

    Wenn einer gerne prahlt
    und über Köln schimpft,
    vielleicht noch die Dreistigkeit hat
    und zu necken anfängt,
    der bekommt etwas auf den fremden Kopf,
    etwas auf das große Maul.
    Denn was ein echter Kölner ist,
    denkt immer nur daran:

    Ich bleibe, was ich bin …“

    In diesem Sinne:
    Nazis und Hooligans – Raus

Kommentar hinterlassen