Arsch huh, Zäng ussenander!

Die AG Arsch Huh zur erfolgreichen Kundgebung am 09.11.2012

Dankbar und glücklich

Die Mitglieder der AG Arsch huh sind dankbar und glücklich über den Verlauf der Kundgebung am 9.11. anlässlich der 20. Jahrestages des legendären Konzerts auf dem Chlodwigplatz gegen Rassismus und Neonazis.

Die Absicht, mit einer Kundgebung in der Tradition dieser Veranstaltung, erneut einen Impuls in die Stadtgesellschaft zu senden, sich für Toleranz und Solidarität im Miteinander und gegen die Ausgrenzung von Schwachen und Minderheiten einzusetzen, ist auf ein überwältigendes Echo gestoßen, das die Erwartungen der Künstler weit übertroffen hat.

Die Stimmung auf der Deutzer Werft vor und hinter der Bühne war gekennzeichnet von der spürbaren Bereitschaft zur ernsthaften politischen Auseinandersetzung. Das Publikum verfolgte die gespielten, gesungenen und gesprochenen Statements mit großer Aufmerksamkeit. Doch kamen in den Wort- und Musikbeiträgen auch die emotionalen Momente nicht zu kurz. So feierten und bekräftigen die Kölner ihren Willen, sich für eine solidarischere und gerechtere Stadtgesellschaft einzusetzen.

Die AG Arsch huh weiß, dass sich aus dem Erfolg der Veranstaltung hohe Erwartungen ergeben, hinsichtlich der Verbesserung der Verhältnisse in unserer Stadt. Wir sind uns aber bewusst, dass die Wirkung solch einer einmaligen Aktion nur darin bestehen kann, Anstöße zu geben. Diese müssen von politischen und gesellschaftlichen Organisationen und Institutionen aufgegriffen und mit Beteiligung der Bürger in konkretes Handeln umgesetzt werden. Die AG wird diesen Prozess aufmerksam und kritisch begleiten.

Köln, 12.11.2012

Foto: Janny Böhmer

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3 Kommentare

  1. Oliver 13. November 2012 at 16:03

    Diese Veranstaltung war einfach SUPER alle Künstler haben alles gegeben und alle Gäste mich eingeschlossen war ein fach Geil! Ich wünsche der Arsch huh AG weiter viel erfolg!
    LG Oliver

  2. Andreas Wulf 13. November 2012 at 16:49

    Baut endlich den Kölnberg-Express!

    „Arsch huh, Zäng ussenander“ zeigte auf der Kundgebung am 09.11.2012 auch einen Videobeitrag, in dem Jugendliche aus Meschenich die schlechte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz kritisierten – zurecht!

    Gezeigt wurden u.a. Beiträge zu Plakatierungen von Rechtsextremisten und über Finanzhaie, die aus Profitgier Geringverdiener aus ihren Wohnungen drängen. Das wird es immer geben und hoffentlich auch einen dagegen gerichteten Widerstand aller gewissenhaften Menschen.
    Für die Opfer der KVB-Linie 132 ist aber die Stadt Köln selbst verantwortlich. Seit Jahren wird die Anbindung an die Nord-Süd-Stadtbahn den Rondorfern und Meschenichern versprochen. Ob diese vierte Ausbaustufe überhaupt noch gebaut wird, ist seit einer Bürgeranhörung am 02.02.2012 mehr als fraglich, jedenfalls wurde die Planung um 30 bis 50 Jahre nach hinten verschoben.
    Hier werden Bürgerinnen und Bürger ausgegrenzt und die Lebensader einer öffentlichen Integration massiv behindert. Selbst Notlösungen, wie eine direkte Anbindung an die vorhandenen Bahnhöfe in Hürth-Kalscheuren, Brühl oder Rodenkirchen, scheitern bislang an der Bürokratie von Tarifzonen. Die Proteste von Initiativen, wie die der Bürger- und Vereinsgemeinschaft Meschenich e.V., des Bürgervereins Aktiv-für-Meschenich e.V. oder der Initiative Colonia ELF, verhallen ohne nennenswerte Reaktionen der Stadtoffiziellen.
    Wenn Bürgerinnen und Bürger nicht zusammenkommen können, wird Integration verhindert!
    Auf einer Wohnungsbesichtigungsreise, vor dem Umzug meiner Familie aus den USA nach Köln im Jahr 2002, hatten wir uns in Höningen einquartiert. In einem Kiosk in Meschenich an der Brühler Landstraße, in dem wir uns eine aktuelle Zeitung mit Wohnungsangeboten kaufen wollten, verwies man uns an einen Kiosk in den Kölnberg-Hochhäusern. Vor und in diesem Kiosk fiel uns die große Zahl von fremd aussehenden Kunden auf, die dort Zigaretten rauchten und Kaffee tranken – fast wie in einem Urlaubsland, in dem wir die einzigen Ausländer sind. Uns blieb aber auch die Freundlichkeit in Erinnerung, nicht nur der Bedienung, sondern aller Anwesenden, die lächelten und zurückgrüßten. Dieses Verhalten waren wir aus den USA gewohnt, hatten es aber seit beim Eintreffen auf dem Frankfurter Flughafen vermisst.
    Ich gestehe, dass ich seitdem nicht mehr an diesem Kiosk gewesen bin. Eigentlich schade, aber vielleicht liegt es auch an der schlechten öffentlichen Anbindung.

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