Arsch huh, Zäng ussenander!

„Köln stellt sich quer“ unterstützt „Arsch huh“ 2012

Bündnis „Köln stellt sich quer“ unterstützt „Arsch huh“ 2012

Bündnis „Köln stellt sich quer“ unterstützt Kungebung „Arsch huh“ 2012  – Rockt und singt gegen rechts!!

Das Bündnis „Köln stellt sich quer“ freut sich auf die „Arsch huh“- Kundgebung am 9. November 2012 auf der Deutzer Werft in Köln, die an das legendäre Kölner Konzert vor 20 Jahren rund um den Chlodwigplatz anknüpft. Damals wehrten sich Künstlerinnen und Künstler gegen Rechtsextremismus und mit ihnen über hunderttausend Kölnerinnen und Kölner. Leider gibt es auch gegenwärtig Anlässe genug, sich Sorgen zu machen und Flagge zu zeigen.

Rechtsextremismus, Neonazismus und Rechtspopulismus gibt es leider auch in Köln. Das feige Nagelbomben-Attentat am 9. Juni 2004 in der Keupstraße, von der rechtsterroristischen NSU aus Thüringen verübt, forderte 22 Verletzte und vier Schwerverletzte sowie völlig zerstörte oder stark beschädigte Ladenlokale und PKWs.

Polizei- und Ermittlungsbehörden suchten lange im Rotlicht- und Schutzgeld-Milieu oder nach türkischen bzw. kurdischen Kriminellen. Wieder einmal waren die Sicherheitsbehörden auf beiden rechten Augen blind. In Wirklichkeit reisten die NSU-Terroristen – von ‚verdeckten Ermittlern‘, von den ‚Verfassungsschützern‘, vom BKA und anderen ungestört – durchs Land und verübten bundesweit Morde an Ausländern, Banküberfälle, Anschläge. Ein Skandal ohnegleichen. Man darf gespannt sein, ob der parlamentarische Untersuchungsausschuss rückhaltlose Aufklärung betreiben kann, nachdem wichtige Akten im Bundesamt für Verfassungsschutz, nach dem November 2011, geschreddert worden waren.

Die biedere und andere Seite der rechtsextremen „Medaille“ haben „pro Köln“ bzw. „pro NRW“ übernommen: plumper Antiislamismus, Generalverdacht gegen alle Muslime in Köln, NRW und auch deutschlandweit, sowie Fremdenfeindlichkeit sollen das politische Klima vergiften. Auf diesem braunen ‚Humus‘ wollen die Biedermänner von „pro Köln“ – die Gründer bekannte Altnazis – nach dem NS-Vorbild mit menschenfeindlicher, rassistischer Politik bei einem Teil der Bevölkerung punkten. Sie suchen die Ursachen sozialer und ökonomischer Verwerfungen bei den Schwächeren, weil sie zu feige sind, die eigentlichen Verursacher zur Verantwortung zu ziehen.

Das Bündnis „Köln stellt sich quer“ wehrt sich seit 2008. Vertreterinnen und Vertreter aller großen Kirchen und Religionen, Gewerkschaften, demokratischer Parteien im Kölner Rat, aus Vereinen, Verbänden und Bürgerinitiativen haben sich zusammen gefunden und widerstehen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Neonazismus. Dieses denkbar breite Bündnis in Köln wird das auch in Zukunft tun. Für 2013 sind zahlreiche Aktionen geplant. Solange es rechtspopulistische oder rechtsextreme Gefahr gibt, wird sich das Bündnis „Köln stellt sich quer“ öffentlich und wirksam zu Wort melden.

Wer sich in dem Bündnis „Köln stellt sich quer“ engagieren möchte,
kann sich gerne unter koeln@dgb.de melden.

Für das Bündnis „Köln stellt sich quer“ Andreas Kossiski und Hajo Leib

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