Arsch huh, Zäng ussenander!

Arschhuh

Geschichte

Am 9. November 1992 versammelten sich 100.000 Menschen auf dem Chlodwigplatz in Köln. Künstler der Kölner Musikszene hatten zu einem Konzert „gegen Rassismus und Neonazis“ aufgerufen. Vorausgegangen war eine Welle von Übergriffen mit ausländerfeindlichem Hintergrund, so zum Beispiel im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen. „Wir […] wollen […] dazu beitragen, die weitverbreitete Sprachlosigkeit zu der Entwicklung in unserem Land zu beenden“, schreiben die beteiligten Künstler in der vorab veröffentlichten Erklärung zur Großveranstaltung.

Der Titelsong wurde von Nick Nikitakis komponiert und von Wolfgang Niedecken getextet.

Gleichzeitig wurde die AG Arsch huh gegründet, die seitdem immer wieder Projekte und Initiativen gegen Rechts unterstützt, so zum Beispiel die Ausstellung Zwangsweise Kölsch im Jahre 2000, die sich mit der Zwangsarbeit in Köln während des Dritten Reiches beschäftigte.

Am 20. September 2008 gab es unter dem Motto „Köln stellt sich quer“ eine Neuauflage der Aktion auf der Domplatte in Köln. Anlass war der Versuch der vom NRW-Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Wählergruppe Pro Köln, in Köln ein als „Anti-Islamisierungs-Kongress“ bezeichnetes europaweites Treffen von Rechten und Rechtsextremen zu inszenieren. 16 Jahre nach dem ersten, inzwischen legendären „Arsch-huh“-Konzert versammelten sich wieder zehntausende Menschen in der Kölner Innenstadt, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Das Treffen der Rechten wurde so erfolgreich verhindert.

Die Grenzen dieser Initiative beschreibt Gerd Buurmann in seinem Blog.

Beteiligte Künstler und Redner

  • BAP
  • Kurt Bachmann
  • Jürgen Becker
  • Klaus Bednarz
  • Bläck Fööss
  • Viktor Böll
  • Brings
  • Rolly Brings
  • Charly T.
  • [EM:ZEH]
  • Elke Heidenreich
  • Höhner
  • Jean Jülich
  • Klee
  • L.S.E.
  • Willy Millowitsch
  • Nick Nikitakis
  • Samy Orfgen
  • 4 Reeves
  • Anke Schweitzer
  • The Piano has been drinking
  • Triviatas – 1. Kölner Schwulenchor
  • Viva la Diva
  • Bernd Winterschladen
  • Zeltinger

Information! Quelle: Wikipedia